Training:
Mittwoch
19:00 - 22:00 Uhr
Freitag
19:00 - 22:00 Uhr

|
LUFTPISTOLE 
Für Luftpistolen
gibt es verschiedene Konstruktionsarten.
Bei älteren Ausführungen wurde der Lauf in die Waffe
gedrückt, um dabei eine
starke Feder zu spannen. Beim Betätigen des Abzuges wurde
unter einem Prellschlag
eine Kugel oder ein Federbolzen abgeschossen. Bei weiteren
Entwicklungen wurde
der Lauf nach unten abgeknickt und dabei ebenfalls eine
Feder
mit einem
Luftverdichtungskolben gespannt. Nach dem Schließen der
Waffe und Betätigen
des Abzuges wurde das Geschoss mittels der komprimierten Luft
durch den Lauf
befördert.
Die Bemühungen der Konstrukteure gingen
dahin,
den dadurch entstehenden
Rückschlag mehr und mehr zu minimieren.
Moderne Luftpistolen
gibt es in drei verschiedenen Ausführungen: 1. Mit seitlichem Spannhebel (als Selbstkomprimierer),
2. Mit einer CO2-Kartusche, bzw.
3. Mit einer Pressluft-Kartusche,
wobei für aktuelle Wettkampf-Luftpistolen
nur noch Pressluft
als Treibmittel
Verwendung findet, da Luft auf Grund seiner Dichte
ein geringeres
Ausdehnungsvermögen als Kohlendioxid besitzt. Als Munition
werden in der Regel Diabolos vom
Kaliber 4,5 mm verwendet, die einen Durchmesser von 4,47 bis
4,52 mm und
ein Gewicht von 0,50 bzw. 0,51 g haben.
Viele Pistolen lassen sich mit zahlreichen Feineinstellungen
(z.B. Griffposition,
Abzugsgewicht, Abzugsposition, Visierlinien-
verstellung etc.)
an den Schützen anpassen. Auch Spezial-
anfertigungen von
Griffen sind möglich,
jedoch unterliegen
solche Änderungen den Regelungen der Sportordnungen des
Deutschen Schützenbundes und anderer Schießsportverbände.
Bei Wettkämpfen
gibt es weitere Einschränkungen.
Dazu gehören eine
maximale Breite und Länge
der Waffe.
Zudem ist ein
Maximalgewicht des Sportgerätes (1500 g),
bzw. ein Mindestgewicht
des Abzuges,
sowie die Visierlänge. Das Luftpistolenschießen
findet grundsätzlich in der Anschlagsart
„
stehend freihändig“ statt. Die Luftpistole darf
nur
mit einer Hand gehalten werden.Vor jedem Wettkampf und jeder Meisterschaft
ist das Abzugsgewicht zu überprüfen.
Die Visierung erfolgt über Kimme und Korn, die auf der
Ober- seite des Sportgerätes
angebracht sind. Es darf bei Wettkampf- waffen grundsätzlich
nur eine offene Visierung
verwendet werden, das heißt Kimme und Korn dürfen
nicht in Gehäusen untergebracht
sein. Die Kimme besteht aus einer rechteckigen Aussparung in
einem Metallplättchen
und ist verstellbar angebracht.
Das Korn ist an der Oberkante
abgeflacht und muss
beim
Zielen mit seiner Oberkante eine Linie mit der Oberkante
der Kimme bilden.
Diese Linie muss nun unterhalb des Ringspiegels einer Schießscheibe
angesetzt
werden (man spricht hierbei von „aufsitzen lassen“ des
Ringspiegels).
Dabei soll das Korn gleichzeitig mittig unterhalb der Zehn
auf der Schießscheibe
angesetzt werden und die beiden Luftspalte gleich groß sein.
Die Distanz beträgt hierbei 10 m.
Das Luftpistolenschießen ist seit Seoul 1988 eine olympische
Disziplin.
|